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Leitbild des CJD Braunschweig

Präambel

Am CJD Braunschweig ist gelebtes Christentum die Basis, der junge Mensch der Mittelpunkt unseres Handelns. Unsere Angebote stehen unter dem Grundsatz der Ganzheitlichkeit und Individualisierung.

Wir bieten mit dem Jugenddorf einen Raum, in dem wir diese Grundsätze in Gemeinschaft mit Leben erfüllen und die Begegnung mit dem christlichen Glauben ermöglichen.

Wir verstehen uns als lernende Organisation. Das heißt auch, dass wir unsere Bildungs- und Erziehungskompetenz ständig überprüfen und weiterentwickeln.

Wir vermitteln Freude am Lehren und Lernen und fördern individuelle Begabungen. Unser Handeln dient dem Ziel, optimale Lernumwelten in der Gemeinschaft zu schaffen.

Die Verwirklichung dieses Leitbildes verstehen wir als Selbstverpflichtung für unser Handeln.

Grundhaltung und Werte

Lernen, Lehren und Leben

Management und Personalentwicklung

Das CJD Bildungsverständnis

Wir lieben Menschen, denn Gott liebt uns Menschen. Weil jeder Mensch ein absoluter Wert ist, ist Bildung immer von gleichem Wert, welche Möglichkeiten und Einschränkungen der Einzelne auch mitbringt. Das Recht auf Bildung ist unverzichtbar.

Wir fördern Neugierde.

Unser Bildungsauftrag sagt, dass wir jeden Menschen in seinen Werten, seiner Verfassung und seinen Bedürfnissen ernst nehmen. Neugierde auf Leben beinhaltet Neugierde auf Lernen. Dies gilt es zu bewahren und zu fördern. Wertebezogene und zugewandte Haltung sowie Professionalität der pädagogisch Handelnden sind Grundvoraussetzung für die Erfüllung dieses Auftrags.

Wir eröffnen Wege.

Jeder Mensch ist als Person gewollt, unbenommen seiner unterschiedlichen Voraussetzungen. Unser Bildungsauftrag gestaltet so viele Lern- und Erfahrungsmöglichkeiten, wie individuelle Wege für Menschen gebraucht werden. Dabei nimmt unsere Bildungsarbeit nicht nur Bedürfnisse auf, wie sie sich zeigen, sondern initiiert Zugänge auch zu den Menschen, die ihr Recht auf Bildung scheinbar schon aufgegeben haben.

Wir achten Freiheit.

Jeder Mensch ist immer schon in seinem absoluten Wert gesetzt. Vor sich aber hat er einen Weg, diese Voraussetzung einzuholen, indem er seine Gaben entfaltet, Entwicklungsmöglichkeiten nutzt und Subjekt in dieser Welt wird. In unserer Bildungsarbeit befähigen wir zu dieser Freiheit durch die Erfahrung von Grenzen. Wir gestalten die Aneignung der Welt und des Selbst durch wertvolle Auswahl an Stelle von Beliebigkeit oder Allverfügbarkeit.

Wir gestalten Gemeinschaft.

Gott hat jeden Menschen gewollt, geschaffen und geliebt als ein Wesen in Beziehung: Beziehung zu sich selbst, zu Mitmenschen und zur Gesellschaft und im Letzten bezogen auf Jesus Christus. Wir befähigen Menschen dazu, sich als Person und Subjekt in dieser Welt anzunehmen, authentisch und befreit zu leben. Unsere Welt, ihre Gegenwart und Zukunft sind Auftrag für die Menschen; sie leben Gemeinschaft und gestalten aktiv unsere Gesellschaft. Die gelingende Beziehung zu sich selbst ist die Voraussetzung für alle Beziehungsarbeit. Darum ist Bildung wesentlich Beziehungsarbeit.